Sei glöcklich, du gutes Kend!

Deutschland schafft sich nicht nur ab, es stirbt auch aus. Und das nur zum Wohle anderer, die es nicht einmal zu schätzen wissen. Die Geburtenrate hierzulande wird laut neuesten Prognosen bald ins Negative gehen, Forscher und Sozialmenschen arbeiten noch an der Interpretation.

Die Gründe hierfür sind jedoch keinesfalls die bereits so oft genannten: Karrieredruck, Kita-Plätze oder teure Windeln.

Die Wahrheit liegt woanders begraben und bringt den wahren altruistischen Kern des Deutschen Volkes zum Vorschein, der der Welt so lange verborgen schien.

Ein Kind muss erzogen werden, muss gut erzogen werden. Die Deutschen sind in Erziehungsfragen nicht nur absolute Experten, sondern auch noch hoffnungslos (doch keineswegs selbstverschuldet!) ausgelastet.Sie sind in jeder Hinsicht ein Vorbild. Für Europa, ja, für die ganze Welt. Um es einfach zu sagen: Bei soviel pädagogischer Arbeit  bleibt kein Platz für Kinder.

Dabei werden unterschiedlichste Erziehungsmethoden angewandt, als habe das Volk die letzten Jahrhunderte Pädagogik und Ethik auf Lehramt studiert. Hier einige Beispiele.

Islamisten. Inner- und außerhalb Deutschlands. Die innerdeutschen Islamisten werden zu integrieren versucht, ihre ausländischen Vordenker werden vom Bundespräsidenten hofiert.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,809902,00.html

Im Umgang mit ihnen versucht man, ein Vorbild zu sein, was Demokratie und Toleranz betrifft und jeder Schlag ins Gesicht wird als Teil der Multi-Kulti gewertet und so auf die Schultern des netten und friedlichen Döner-Verkäufers oder Pizza-Bäckers abgewälzt. Multi-Kulti-Einheitsbrei und man selbst als Vorbild mitten drin.

Man versucht, der Aufklärung Vorreiter zu sein und kritisiert Kreuze in Klassenzimmern und Gottesdienste in Schulen, nur den  „anderen Religionen“ gegenüber hat man bekanntlich eine historische Verantwortung. Das Kind soll also selbst erkennen, wenn die Herdplatte zu heiß ist. Auch wenn es Kevlar-Handschuhe trägt.

Den Islamisten Ägyptens attestiert man freundlich Demokratie-Verträglichkeit.

http://www.focus.de/politik/ausland/international-westerwelle-aegypten-auf-gutem-weg-zur-demokratie_aid_708802.html

Hier wird offenbar das Gute im Kind gefördert, die verborgenen Talente sozusagen. Als würde man ein Kind mit Laktose-Intoleranz zum Milchmann machen wollen.

Aber nein doch, denkt man in Deutschland. Man selbst war von einigen Jahren auch noch hinterher und hat es doch noch geschafft, Druck wäre völlig unangebracht. Wenn man schon für Freiheit sei, dann müsse man diese auch den Islamisten lassen. Die wurden ja schließlich demokratisch gewählt. (Was bedeutet Demokratie in einem Land mit 50% Analphabeten?)

Denken Sie bitte nicht, man hätte nur mit Islamisten zu tun. Im Prinzip sind auch sie nur die Spitze des Eisbergs (hoffentlich bildet man selbst nicht das Fundament). Man widmet sich in der Freizeit auch denjenigen leidvollen Gestalten, die die Vorreiterrolle des Deutschen Volkes im Klimawandel-Wandel noch nicht erkannt haben. Den Gentechnikern, Atomkraftwerklern und Anti-Subventionisten (nicht zu verwechseln mit  den Zionisten).

Diese Gruppe wird auf mehreren Metaebenen wirtschaftlich, politisch, sozial und kulturell bekämpft, Entschuldigung, erzogen.

Gentechniker werden passiv des Landes verwiesen und müssen reumütig den tollsten Markt der Welt nun im Fernsehen beobachten und sich mit Amerikanern (auf die kommen wir später!) herumplagen. Unsern ökorrekten Strom verkaufen wir zu negativen Preisen ins Ausland, wohlmeinend unsere finanzielle Sicherheit und moralische Überlegenheit zur Schau stellend, während wir Milliarde um Milliarde in die Solarbranche investieren, die nun die 3% Hürde überschritten, nein, überrannt hat und bald zum Hauptenergielieferanten avancieren wird.

Auch hier setzt Deutschland klare Erziehungszeichen: Kind, Erfolg ist nicht alles im Leben, es gilt auch das Gute im Menschen zu schützen (Woher kommt unsere Energie?). Wir wirtschaften, auch wenn ihr es nicht versteht (Ich auch nicht): Nachhaltig!

Wir gehen zwei Schritte zurück und tun so, als wäre es sein Sprung nach vorne.

Der aufmerksame Beobachter wird bereits jetzt erkannt haben: Deutschland erzieht pädagogisch korrekt und das auf internationaler Ebene.

Aber glauben Sie mir, es wird noch ausgefeilter.

Als nächstes ist das erwachsene Kind zu erwähnen, dass seine Bringschuld gegenüber den Eltern eigentlich mehr als erfüllt hatte, jedoch aus pädagogischer Weisheit (man lernt nie aus) weiterhin erzogen werden muss, um die metaphysische Überlegenheit der Eltern zu erkennen und demütig auf seinen alten Platz am Tisch zurückzukehren. Die USA.

Die haben Deutschland aus dem Loch geholt, Europa gleich mit und vielleicht die ganze Welt. Haben Deutschland (und Europa…) aufgebaut und vor den Sowjets geschützt und meinen nun, in Zeiten des ewigen Friedens,  etwas Unterstützung erwarten zu können im Kampf gegen den – nicht existenten – Terrorismus.

Nicht zu vergessen, dass in den USA alles, aber auch alles, nicht nur anders, sondern auch eindeutig schlechter ist. Fettes Essen, fette Menschen, Waffen, Militär, KEIN Sozialstaat. Dabei kommt man zwischen Rostock und Freiburg nicht auf die Idee, dass die Welt nicht nur mit deutschen Augen gesehen wird. Anders ist anders, anders ist gut.

Zum Schluss die kleinste, aber auch am Intensivsten erzogene Volksgruppe: Die Juden.

Die haben 1933-45 nichts gelernt und danach erst recht nicht. Dabei hatte man ihnen doch klar zu verstehen gegeben, wie ein Miteinander nicht funktioniert und nun tun sie bei sich genau das Gleiche, während der pädagogische Effekt auf der Strecke bleibt. Das ist selbst für den Geduldigsten Diplom-Pädagogen nur schwer zu ertragen und so scheint es, als würde man den Juden freundlich schauend und aus tiefer Verbundenheit jeden Tag aufs Neue erklären, wie verachtenswert sie doch seien und dass ausnahmslos alles von ihnen getane zutiefst verabscheuungswürdig sei. Gute Freunde dürfen alles.

Liebes Deutschland, mach doch bitte Kinder.

Über filipppiatov

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5 Antworten zu Sei glöcklich, du gutes Kend!

  1. Leo schreibt:

    Nach diesem Brandsatz wäre ein Erziehungsratgeber angebracht😉 Es wirkt ein wenig inkonsequent, sämtliche Kulturen an einem universellen Wertmaßstab zu messen und diesen zugleich infrage zu stellen, indem man diesen Kulturen aufgrund einer inferioren (kulturellen) Bildung (in deinem Beispiel Analphabetismus) das Vermögen abspricht, sich überhaupt nach diesem zu richten. Etwas überspitzt gesagt läuft das darauf hinaus, dass diese „universellen“ Werte nur in bestimmten Kulturen funktionieren und die übrigen ihrer Kultur abschwören müssen. Beansprucht man (zurecht) eine superiore Rolle, so muss man bereit sein, in höherem Maße Eingeständnisse zu erbringen und – zu erziehen.

  2. filipppiatov schreibt:

    Zunächst das Ägypten-Beispiel: ICH spreche den Ägyptern ab, demokratisch abstimmen zu können. Die deutsche Politik und weite Teile der Medienlandschaft tut es nicht.
    MEINE Meinung ist: Keine Lobeshymnen auf die ägyptische „Demokratie“ und die Moslembrüder, gerade weil Demokratie und Freiheit Werte sind, die man anstreben sollte.

    Nun rolle Ich deine Argumentation von hinten auf:
    Keineswegs beanspruche Ich eine superiore moralische Rolle Deutschlands, eben diesen Anspruch kritisiere Ich. Auch wenn Deutschland ein (relativ) sehr freies und fortschrittliches Land ist, hat moralische Superiorität hier nichts zu suchen, wenn sie keine dementsprechenden Taten folgen lässt. Und die deutsche Außenpolitik verrät Liberalismus und Demokratie Tag für Tag. Deswegen: Keine weiteren Erziehungsmaßnahmen.

    Fazit: Den einen, vielseitig interpretierbaren Wert – Liberalismus – stelle ich nicht in Frage. Deutschlands Drang, ihn anderen aktiv wie passiv beizubringen, einerseits nur eine Definition des Liberalismus (wie ggüber den USA) zuzulassen und andererseits aus ebendiesem seltsam definierten Liberalismus undemokratischen Mächten (Moslembrüder) den Hof zu machen, finde Ich falsch.
    -> „Der Liberalismus“ ist vielseitig und funktioniert, Deutschlands Liberalismus ist illiberal und stört sich deshalb an der Vielfalt der Welt.

  3. Leo schreibt:

    Auf dein Liberalismus-Argument kann ich leider nicht exakt antworten, solange wir den Begriff nicht genauer gefasst haben. Wie dem auch sei: zu erwarten, dass Ägypten eine Muster-Demokratie aus dem Nichts schafft, ist sicher unsinnig, doch muss man, wo wir schon mit dem Begriff um uns schmeißen, in die Selbstbestimmung erst erzogen werden, in sie hineinwachsen. Wenn wir aber dann bereits den Dialog als moralischen Verrat ahnden, dann haben wir das Vertrauen in das Herz der Demokratie verloren! Wenn tatsächlich der Anspruch ist, die arabische Welt als gleichberechtigten Partner wahrzunehemen und ihr den Weg in eine demokratische Entwicklung zu ermöglichen, dann kann auch ein Dialog mit Abbas nicht als hofieren eines Terroristen verdammt werden (der palästinensische Anspruch der Selbstbestimmung sollte doch eigentlich von einem liberalen Standpunkt aus nachvollziehbar sein – obgleich ich auf den Terminus eher verzichten würde, da man sehr schnell in Gefahr gerät, ihn als Todschlagsargument zu missbrauchen)?

  4. filipppiatov schreibt:

    Ich will den Liberalismus garnicht so sehr totdefinieren. Er beruht auf der Freiheit des Einzelnen.

    Nicht der Dialog mit den Ägyptern ist Verrat, sondern die Anerkennung des radikalen Moslembrüder sowie der zweiten starken macht im Land, den anderen Islamisten, als demokratische Parteien und das Wahlergebnis als Erfolg und Schritt in die richtige Richtung. Zu unterstützen gilt es die Demonstranten, die für die Freiheit kämpften und von der islamistischen Masse nun besiegt wurden, die als oberstes Ziel die Einführung der Scharia hat.

    Selbstverständlich bin ich für ein selbstbestimmtes Palästina, solange es in Frieden mit Israel lebt. Die Chancen auf eine solche Einigung wachsen mit jedem % Wirtschaftswachstum in der Westbank. Herr Abbas ist jedoch ein radikaler Antisemit und ein Heuchler, der nach außen den Moderaten gibt, während er nach innen alles außer Frieden proklamiert.

  5. Caruso schreibt:

    Ihre letzte Antwort finde ich absolut richtig. Jene Ägypter, Tunesier usw. die wirklich für ihre Freiheit kämpften, tun mir unendlich leid. Abgesehen von ihren politischen und religiösen Führer wurden alle, auch die Analphabeten, ein viel besseres Schicksal verdient. Ihre Führer sollte am besten auf den Mond schießen. Europa hat diese Völker verraten. Und auch den Palästinensern gibt sie mit ihrer bedingungslose Finanzhilfe nur eine Perspektive, die nirgends hinführt. Sollte auch ein erzwungener „Frieden“ hergestellt werden können, wird früher oder später ein Krieg zwischen den beiden Kontrahenten – Israel, Palästinenser – ausbrechen, der weit schlimmer wird als alle bisherigen. Es sei, die Palästinenser kommen zu Vernunft. Nicht daß Israel sich in diesem Konflikt keine Fehler gemacht hätte! Davon ist überhaupt keine Rede! Der Unterschied ist, wie ich es sehe, aber nicht sicher bin, ob ich mich richtig ausdrücke (Deutsch ist nicht meine Muttersprache, ich lernte sie als schon Erwachsene): Israel macht taktische Fehler, auch menschliche (Demütigung usw) die man keinesfalls, besser: nie, machen sollte. Die Palästinenser hingegen haben prinzipielle Einwände gegen Israel, an denen sie buchstäblich nichts ändern wollen. Das ist das Hauptproblem.
    LG
    caruso

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