Ein bisschen Krieg

Traurig ist es, wenn man Menschen nach Worten anstatt nach Taten bewertet. Trauriger ist es, wenn es keine Taten zu bewerten gibt.

„ Denn wer immer wieder mit militärischen Maßnahmen drohe, „der ist in der Gefahr, irgendwann zum Gefangenen seiner eigenen Rhetorik zu werden“. Deshalb warnte der Christdemokrat: „Ich würde uns Deutschen nicht raten, sich hypothetisch zu militärischen Szenarien zu äußern.““ SPON, Ruprecht Polenz, MdB, CDU

Sind diese Aussagen Herrn Polenz‘ Ernst, so ist seine Einstellung gegenüber Israel sehr nachvollziehbar und verständlich.

Krieg ist für die Israelis nämlich weder eine hypothetische Gefahr, noch Rhetorik. Manchmal ist er unausweichlich, oft notwendig und überlebenswichtig.

Was er nicht ist: Er ist kein Unwort.

Wie lange diese verblendende Wortspielerei noch weitergehen soll, weiß man nicht. Jedenfalls so lange, wie man sich blenden lassen will. Solange man sich Angst machen lassen und sich fürchten will. Solange, wie man Politiker vorschreiben lässt, was man sagen und denken darf.

Was wäre verkehrt daran zu fragen, ob ein militärischer Einsatz gegen den Iran richtig oder falsch sei?

Ich frage Sie: Wäre es richtig, Frankreich anzugreifen? Sie antworten: Nein

Ich frage Sie: Ist es notwendig, England den Krieg zu erklären? Sie denken nach und sagen: Nein.

Nun frage Ich Sie: Ist es richtig, die iranischen Atomanlagen zu bombardieren, damit die nukleare Aufrüstung des Mullah-Regimes zu verzögern oder gar zu verhindern und so womöglich das ganze Regime zu stürzen? Haben Sie Angst, daran zu denken? Was ist an diesem Gedanken falsch? Macht er uns Sie zu fanatischen Militaristen oder ist er ein Zeichen der Vernunft, die sich gegen all den sich selbst huldigenden Pazifismus richtet, den man uns anzudrehen versucht.

Wenn Sie fertig gedacht haben, können Sie sich gerne äußern. Ihnen wird nichts passieren. Selbst wenn für einen Militäreinsatz gegen den Iran sind, wird Ihnen nichts passieren. Erstens leben Sie vermutlich nicht in Israel und der Iran wird Deutschland wohl kaum angreifen und zweitens können Sie in diesem Land sagen, was Sie wollen, solange es der Verfassung entspricht. Und keine Sorge: Das Mullah-Regime entspricht ihr nicht.

Nach der Lektüre von „Krieg und Frieden“ versteht man, dass Kriege nicht von einzelnen Menschen angefangen oder beendet werden. Weder Napoleon, noch Hitler sind alleine in den Krieg gezogen. Ebenso wenig taten sie es gegen den Willen ihres Volkes oder sprengen gesellschaftliche, kulturelle oder zeitgenössische Konventionen.

Wenn schon einzelne Menschen nicht für Kriege verantwortlich sind, so sind es erst recht keine Drohungen.

In diesem Fall, der – wie alle Fälle – sehr besonders ist, droht die Achse des Guten weitaus weniger als es die Mullahs tun, die täglich von der baldigen Auslöschung des zionistischen Regimes reden.

Andererseits: Diplomatie blieb unfruchtbar, Appeasement ist gescheitert, Sanktionen schaden allem außer dem Atomprogramm. Vielleicht gibt es ja noch hundert andere Alternativen, Ich in meiner kriegswütigen Beschränktheit sehe nur einen Angriff auf die nuklearen Anlagen. Wenn es noch andere Möglichkeiten gibt, die jedoch Israels Existenzrecht einschließen, so bitte Ich darum, schleunigst informiert zu werden.

Es bleibt zu sagen: Man ist nur Gefangener seiner Rhetorik, wenn weder vor noch hinter ihr Taten stehen. Krieg ist keine Rhetorik und entsteht auch nicht aus Worten und Hypothesen. Reden Sie über Krieg, diskutieren Sie über ihn und lassen Sie sich von niemandem den Mund verbieten.

„Hör zu, für Freiheit lohnt es sich zu kämpfen

Und manchmal Frieden nichts als Sterben heißt“

Über filipppiatov

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