Abseits des Konflikts: Jerusalem oder Erfreut euch!

Anstatt sich am überheblichen Erziehungswahnsinn zu berauschen und zu versuchen, Semiten aller Farben und Formen den europäischen Dialog näher zu bringen – besonnen die deutsche Geschichte als Beispiel erwähnend – sollten sich deutsche Reisende besser an der atemberaubenden Vielfalt Jerusalems und des Drumherums erfreuen und selbst lernen. Übermenschgehabe kommt nicht gut an, auch wenn es so gemeint ist.

Ein Plädoyer für eine andere Wahrnehmung Israels: Ein Tag in Jerusalem.

Es ist acht Uhr morgens. In Jerusalem aufzuwachen ist immer etwas besonderes, wenn man nur Besucher ist. Man fühlt sich wie ein Kind, das nie weiß, was es gleich erleben wird. Doch Jerusalem ist weder Vater noch Mutter, dafür ist es zu alt, es ist eher wie ein unbekannter Urahne, den man nicht kennt, aber dessen Lenden man zweifellos entsprungen ist.

Ich verlasse das Haus und befinde mich auf der Derech Hevron, dem Hebronweg. Wie passend, dass Ich gerade dort hin will, nach Hebron. Natürlich fahren keine Stadtbusse in die rund 40 Kilometer entfernte Stadt, die seit Jahren das Hypozentrum des medialen Nahostkonflikts darstellt und mit ihrer Spannung auch mich anzieht. Es soll gefährlich sein, wenn man allzu jüdisch aussieht, Ich mache mir jedoch (berechtigterweise?) keine Sorgen, auch wenn ich eine gewisse Aufregung verspüre. Als politikinteressierter Mensch will Ich nicht nur alles von Nahem sehen, um es danach besser beurteilen zu können.

Vor allem ist es der niedere Instinkt, der Menschen als Schaulustige dastehen lässt. Ich will die Netze über dem arabischen Markt sehen, die Reibereien an der Mauer, die religiösen Siedler. Außerdem brauche Ich nichts dringender als ein Foto mit einem israelischen Soldaten in voller Montur!

Soldaten, Rebellen, Siedler; Religion, Besatzung, Krieg. Kurz gesagt: Wahnsinnig spannend.

Der arabische Busbahnhof liegt wenige Meter entfernt vom Damaskustor, sozusagen dem arabischen Haupteingang zur Altstadt. Zu beinahe jeder Uhrzeit ist es dort gerammelt voll, Menschenmassen drängen in und aus der Altstadt, erledigen Besorgungen aller Art, lassen ihrem Frust freien Lauf und probieren frisch angebotene Köstlichkeiten.

Doch heute ist mir nicht danach, denn Ich weiß um die Westbank’schen Preise, die sogar das günstige Ostjerusalem alt aussehen lassen.

Auf dem Busbahnhof beschließe Ich, nicht die geringste Jüdischkeit in mir übrig zu lassen und schreie nun ‚Al-Chalil, Al-Chalill!‘, was auf Arabisch so viel wie ‚Hebron, Hebron!‘ heißt und meine Anerkennung Hebrons als arabische Stadt zum Ausdruck bringen soll.

Mit mir im Bus sitzen alte Männer, Hausfrauen mit vollen Einkaufstüten und wenige Touristen. Backpacker, Asiaten, Volontäre.

Nach den ersten Metern merkt man, dass es eine holprige Fahrt wird, Ich interpretiere es als ‚der Situation angemessen‘.  Wir überqueren die Grenze ohne Kontrollen, in die Westbank reinzukommen ist offenbar deutlich einfacher als raus.

Sofort beginnen sich wunderschöne Landschaften zu erschließen. Biblische Hügel, Bäume und Felsen, eingerahmt von verkohlten Autos und sperrmüllartigen Müllhaufen. Biblische Romantik mit konfliktgeladenen Accessoires, was braucht ein Touristenherz mehr!

In Hebron angekommen überschlagen sich die ersten Eindrücke. Es ist wie ein Ostjerusalem+. Günstiger, arabischer, chaotischer. Dem Reiz des plötzlichen sozialen Aufstiegs verfallend zieht es mich in das erstbeste – nach eigenem Befund auch wirklich beste – Lokal.

Als Vegetarier muss Ich auf Grillhähnchen, Lammschaschlik und frisch gegrillte Hackbällchen verzichten und begnüge mich mit Falafel und Hummus. Und diese schmecken nicht nur fantastisch, sondern kosten auch etwa ein Zehntel ihrer israelischen Freunde. Abgerundet wird das Frühstück von einigen Tütchen pikanter, arabischer Knabbereien, die nun mein treuer Begleiter sind.

Ich suche ein Shisha-Café und wundere mich, dass kein solches zu sehen ist, wo die die Shisha – auf Arabisch Argila – doch fester Bestandteil von Kultur und Alltag ist. Ich frage mehrere Passanten, die in eine unbestimmte Richtung zeigen, in der es keine Cafés gibt. Endlich entschließt sich ein junger Mann, mir zu helfen und führt mich in ein leeres Einkaufscenter. Wir biegen mehrmals ab, laufen durch dunkle Gänge und Ich mache mich darauf gefasst, so schnell wie nur möglich losrennen zu können. Doch dazu kommt es nicht.

Plötzlich stehe Ich in einem gemütlichen Zimmer, gelb tapeziert und stark verraucht, an der Decke ein kleiner Fernseher. Etwa zehn Augenpaare starren mich an, als wäre Ich der auferstandene Arafat. Touristen waren offenbar nicht allzu häufig da. Ich setze mich und winke dem Wirt zu. Er nimmt es nicht wahr, zu beeindruckt ist er von meiner puren Existenz. Sein Sohn wagt, die Spannung zu durchbrechen und fragt mich auf Arabisch, was Ich bestellen will. Tee und Shisha.

Sofort nehmen alle U40 Besucher ihre Stühle und setzen sich zu mir. Man ist neugierig, freundlich und wiss- aber auch lehrbegierig. Ich werde über Deutschland ausgefragt, äußere meine Verachtung gegenüber dem zionistischen Regime, lobe das arabische Essen und die Gastfreundlichkeit. Gleichzeitig werde Ich in die Kunst des Shisha-Rauchens eingeführt, in die Ästhetik des Tee-Trinkens, aber dem Lachen nach zu urteilen scheine Ich ein hoffnungsloser Fall zu sein.

Einige zücken ihre Handys und rufen Freunde und Verwandte an, die mal in Deutschland waren oder sowieso nichts Besseres zu tun haben, als einem Touristen Hebron schmackhaft zu machen. Andere zeigen mir – zu meinem Erstaunen – Videos und Bilder aus Paris und anderen europäischen Ländern, in denen man vor kurzem war. Vorsichtig taste Ich mich an die Hebron-Thematik: Wollen die jungen Leute denn in Hebron leben? Natürlich, sagen sie. Es sei ihre Heimat, außerdem eine wunderschöne Stadt mit tollen Frauen. Ob auch Ich sie gesehen hätte? Ebenfalls natürlich, antworte Ich, den Tel Aviver Strand vor meinem geistigen Auge aufblitzen lassend.

Mühevoll verabschiede Ich mich von meiner jungen Gefolgschaft und suche den Markt. Schnell finde Ich ihn, er sieht genauso aus wie auf den Bildern. Er ist kleiner, als erwartet, aber dennoch recht eindrucksvoll, da das Netz den Marktbesucher nicht nur vor Plastiktüten schützt, sondern auch vor Glasflaschen und Steinen. Die Siedler scheinen nicht die Nettesten zu sein, auch wenn die Gegenseite ebenfalls weit von Nettigkeit entfernt ist. Alle paar Meter bieten mir junge Männer an, mich auf einen Balkon zu führen, von wo Ich die ‚crazy settlers‘ beobachten könne, jedes Mal lehne Ich ab. Wieso auch, wenn Ich sie von Nahem Beobachten kann, ohne durch dunkle Hinterhöfe zu laufen und möglicherweise mehr zu bezahlen, als mir lieb ist.

Am Eingang zum jüdischen Viertel, also auch zu den muslimischen und jüdischen Heiligtümern, ist ein Mini-Checkpoint. Metalldetektoren, Soldaten, Passkontrolle, eben alles, was dazu gehört.

Beim Anstehen spricht mich ein erwachsener Palästinenser auf Englisch an. „You see, how we are suffering, you see? “, fragt er. Ich schaue ihn verwundert an. Er sieht kräftig und gesund aus (zu kräftig, als dass Ich die Frage verneinen könnte), trägt eine modische Lederjacke, Jeans und Sneakers. Schlecht scheint es ihm nicht zu gehen, er  meint also die Prozedere am Metalldetektor, an dem er natürlich eigehender geprüft wird als Ich. Mein Mitleid hält sich in Grenzen, Ich bin etwas kaltherzig.

Das jüdische Viertel ist Langeweile pur. Ich kriege zwar mein Foto mit einem Soldaten in voller Montur; alleine dafür hätte sich die Reise nach Hebron gelohnt, aber abgesehen von gespenstischer Stille findet man im jüdischen Viertel nichts Interessantes. Bei allem Respekt kann ich mir kaum vorstellen, dass das Leben eines Palästinensers in Hebron vollkommen entwertet wird, in dem man ihm den Zugang zu einigen Straßen verwehrt. Es sind 3% der Stadt, der Rest ist frei für alle. Außer Juden.

Ich bin zurück in Jerusalem. Nach dem Hebron-Trip erscheint es mir wie der ruhigste Kurort der Welt, eine Oase des Friedens und der Entspannung.

Da Ich mehrere Frühstücke und Mittagessen in mir habe, verlangt mein Körper nach Ruhe. Nur mit einem Buch und einigen – aus Hebron mitgebrachten – Softdrinks mache Ich mich auf dem Weg zur Altstadtmauer. Zwischen Jaffa- und Damaskustor gibt es mehrere kleine Wiesenabschnitte, von denen der sauberste, ruhigste und schönste seltsamerweise immer völlig leer ist. Saftiger, grüner Rasen; kleine, Schatten spendende Bäume und die alten Steine der Altstadtmauer machen dieses Fleckchen Erde zu einem meiner liebsten.

Vor diesen alten Mauern, die so viel erlebt haben, fühle Ich mich zu Hause in der Welt. Mein Individuum verschwindet angesichts dieser atemberaubenden Geschichte.

Im Schatten der Bäume lese Ich und schlafe ein, um etwas Zeit totzuschlagen. Es mag Ihnen seltsam vorkommen, dass man in diesem Irrenhaus namens Jerusalem, direkt vor den Mauern der konfliktgeladenen Altstadt schlafen kann. Umgeben von hinterhältigen Arabern und blutdurstigen Zionisten. Man kann es.

Nach einigen erholsamen Stunden entscheide Ich mich für einen Spaziergang durch die Altstadt, bevor es zum Höhepunkt des Tages geht. Die Altstadt ist voll und laut wie immer, Händler bieten ihre Waren an, Touristen fragen nach dem Weg und Einheimische tun das, was sie immer tun: Den stolzen Schein vollkommenen Wahnsinns wahren.

Sitzt man in einem der besten Lokale der Altstadt, dem beinahe legendären Abu Shukri, erstrahlt dieser Irrsinn in den buntesten Farben. Pinguinen ähnliche, schwarz-weiß-gekleidete Männer mit buschigen Bärten rennen leicht gebeugt in Richtung Klagemauer. Keine Minute später stürmen Massen tiefgläubiger Moslems in altertümlichen Kaftanen, laut schreiend gen al-Aqsa Mosche. Anschließend versuchen junge Männer in Mönchsroben, mit riesigen Holzkreuzen auf dem Rücken Jesus‘ Leidensweg nachzugehen und steigen die Stufen der Via Dolorosa, sozusagen der Jesus-Straße, hinauf.

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Einschub: Anekdote

Von einem Freund erfuhr Ich vom angeblich besten Hummuslokal der Altstadt, der sich gegenüber der achten Station auf der zuvor erwähnten Via Dolorosa befinden sollte. Es gibt um die zehn Stationen auf dieser Straße, die alle Jesus‘ Weg zur Kreuzigung beschreiben und an denen etwas Besonderes geschehen sein soll. Als der Bibel unkundiger Mensch bin Ich mir dessen nicht ganz sicher. Ich weiß nur, dass an diesen Stationen angehalten und gebetet, kurz innegehalten oder ein Foto geschossen wird.

Ich machte mich auf die Suche nach der achten Station, verlor mich jedoch einige Male zwischen Nummer sieben und neun. Ich beschloss, jemanden zu fragen, der vom Fach war und schloss demnach alle Juden und Moslems aus. Nach wenigen Augenblicken sah Ich einen orthodoxen Popen auf mich zukommen, ging an ihn heran und fragte nach Station Nummer acht. Ohne zu überlegen wies er in eine Richtung, Ich bemerkte die kleine Menschentraube und bedankte mich. Der Pope nickte mir wissend zu und klopfte mir auf die Schulter. Ich verstand es als Zeichen des gemeinsamen Glaubens, seine Anerkennung für einen jungen Gläubigen und mochte ihn nicht enttäuschen, er war freundlich. Ich erwiderte sein Lächeln ebenso wissend und nickte kurz, für die Anerkennung dankend. Gegenüber von Nummer acht ist wirklich der beste Hummus der Altstadt.

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Es wird Zeit, der Shabbat läuft bereits auf Hochtouren und Ich mache mich auf den Weg zu Rabbi Mordechai und seiner wundervollen Familie. Rabbi Mordechai kam vor über 30 Jahren nach Israel; mit dem Ziel, Menschen zusammenzubringen. Das macht er auf die reizende Art und Weise, in dem er seit drei Jahrzehnten jeden Freitagabend seine Türen öffnet und alle willkommen heißt, die kein Zuhause haben oder nicht wissen, wo sie den Shabbat empfangen können.

Sein Haus befindet sich am Rand des religiösen, jüdischen Viertels, an der Grenze zum Arabischen. Es ist eine sehr schöne Wohnanlage, mit Spielplätzen, Gärten und Wiesen. Es ist eine wirkliche Freude, religiöse Kinder in feierlichen Kleidern auf dem Spielplatz zu sehen, mit ihren dauernd herunterfallenden Kippas und dem instinktiven Drang, ihre Röcke und Hosen im erstbesten Sandkasten zu ruinieren.

Laut Plan öffnet der Rabbi um 21Uhr seine Türen, bereits um kurz nach acht stehen die ersten Gäste da und tun das, was Juden am liebsten tun: diskutieren. Dabei sind viele Gäste nicht einmal jüdisch, aber bei Rabbi Mordechai sind sie es nun mal.

Seltsame und unterschiedliche Gestalten versammeln sich vor der Tür, lauschen den Gesängen und freuen sich auf die wohlduftenden Speisen. Wie immer finden sich deutsche Volontäre und einige Backpacker. Hauptsächlich sind es jedoch Juden aus aller Welt; manche seit Jahrzehnten in Israel, andere erst seit gestern. Mexikaner, Spanier, Amerikaner, Russen und Franzosen bilden ein Sprachgewirr, das meine Vorfreude nur noch weiter steigert. Um halb zehn ist es dann soweit, der Rabbi öffnet die Türe und begrüßt jeden Gast mit einem warmen Handschlag und einem freundlichen ‚Shabbat Shalom‘.

In seinen zwei Zimmern im Erdgeschoss sind alle Möbel weggeräumt und durch Biertische und Bänke ersetzt worden, auf denen sich bis zu 70 Leute niedersetzen. Man sitzt sehr eng, beinahe an den Tisch gedrückt und blickt auf die zahllosen Bücher auf den Wandregalen.

Ich sitze neben einem dicken, religiösen Juden und einem anderen jungen Mann, den Ich keiner Religion oder Nationalität zuordnen kann. Noch ist keine Zeit fürs Kennenlernen, es herrscht allgemeine Aufruhr, Stühle werden über die Köpfe hinweg gereicht, es muss für alle ein Platz gefunden werden. Bei siebzig Menschen auf etwa vierzig Quadratmetern kein einfaches Unterfangen.

Langsam beginnt der Rabbi, das erste Lied zu singen und alle verstummen, um sofort mit einzustimmen. Es ertönt ein wunderbares, wildes Stimmgewirr. Man singt, wie man kann und will und überbrückt so die Zeit bis zum essen, das selbstverständlich kostenlos ist.

Ein Gang nach dem anderen wird gereicht, dazwischen lernt man sich kennen und hört dem Rabbi zu, der eine Passage aus der Tora erklärt. Meistens sind es Themen wie Vertrauen, Nächstenliebe, Freundschaft, die man auch als Nichtreligiöser verstehen und ergänzen kann. Nach Belieben stehen die Gäste auf und erzählen ihre Geschichte, singen ein Lied oder sagen Gedichte auf.  Ein junger Historiker erhebt sich und schlägt vor, auf die ermordete Zarenfamilie, die Romanovs, zu trinken.

Mittlerweile habe ich meinen Nachbarn kennen gelernt. Er heißt Khalid und ist christlicher Araber. Er ist vermutlich der Einzige, kennt aber eine Menge Leute und scheint sich wohlzufühlen, auch wenn er mir von der zionistischen Bedrohung erzählt. Ich erkläre ihm meine Definition von Zionismus – das Befürworten eines jüdischen Staates – und er winkt ab und klopft mir auf die Schulter. Es sei nur ein Test gewesen, aber allzu sehr mag er die  Zionisten trotzdem nicht. Bald – erzählt er – würde er der israelischen Armee beitreten, er sei stolz darauf, für Israel und insbesondere Jerusalem zu kämpfen.

Ein Wohnzimmer mit siebzig Freaks aus aller Welt, auch das ist Jerusalem.

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Vor dreitausend Jahren schritt Ich durch die heiligen Straßen Jerusalems
Und so beschreite Ich sie heute
Vor zweitausend Jahren kämpfte Ich auf den heiligen Hügeln Jerusalems
Und so kämpfe Ich noch heute
Vor tausend Jahren betete Ich vor den heiligen Mauern Jerusalems
Und so bete Ich noch heute

Meine abgetretenen Sohlen wollen Ewigkeit
Denn alles ist ewig in Jerusalem

Einzig Jerusalem ist ewig
Nur in Jerusalem bin Ich ewig

Über filipppiatov

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3 Antworten zu Abseits des Konflikts: Jerusalem oder Erfreut euch!

  1. Flocke schreibt:

    „Beim Anstehen spricht mich ein erwachsener Palästinenser auf Englisch an. „You see, how we are suffering, you see? “, fragt er. Ich schaue ihn verwundert an. Er sieht kräftig und gesund aus (zu kräftig, als dass Ich die Frage verneinen könnte), trägt eine modische Lederjacke, Jeans und Sneakers. Schlecht scheint es ihm nicht zu gehen, er meint also die Prozedere am Metalldetektor, an dem er natürlich eigehender geprüft wird als Ich. Mein Mitleid hält sich in Grenzen, Ich bin etwas kaltherzig.“
    Wenn man jeden Tag vor so einem Checkpoint steht, versteht man sehr gut, wie sehr sie leiden. Ich kann mir gut vorstellen, wie wenig man sich ein Leben im Westjordanland vorstellen kann und wie schwer es ist, die Leute dort zu verstehen, wenn man nicht selbst dort gewesen ist und gelebt hat. Aber stell Dir einfach vor, Du musst da jeden Tag durch.

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