Die Piraten – Eine liberale Partei?

Mit 7,4% wurden die Piraten ins saarländische Landesparlament gewählt, während die FDP deutlich unter den notwendigen 5% blieb. Da es 2013 bei den Bundestagswahlen ebenso laufen kann, werde Ich mich nun eingehender mit der Piratenpartei beschäftigen, die mich – sowohl inhaltlich als auch analytisch betrachtet – zunehmend interessiert.

Mein erster (und vermutlich unwichtigster) Kritikpunkt an der Partei ist ihr Name.  Er ist nicht nur unseriös, sondern auch alles andere als positiv besetzt. Piraten sind Räuber und Mörder, also Verbrecher. Ebenso könnte man eine neue, moderne Partei „Die Terroristen“ nennen, sozusagen die Land/Luft-Piraten. Da Piraterie aber nicht das aktuellste Problem zu sein scheint (obwohl vorhanden), schwelgt man bei Erwähnung des Begriffes vielleicht in kindlicher Fantasie. Wer weiß, ob nach dem Sieg über Al Quaida, Hamas und Hisbollah meine Vision der Partei „Die Terroristen“ Wirklichkeit wird.

Nun war ich auf keinem Parteitag der Piraten und habe nicht jedem einzelnen Parteimitglied ins Hirn geschaut, weshalb Ich zunächst einen Blogeitrag der Politischen Geschäftsführerin Marina Weisband auseinander nehmen werde. Dabei gestehe ich – ganz transparent und demnach in Piratenmanier  – dass Marina Weisband mir menschlich sehr sympathisch ist,  ich ihre Vorliebe für russische Literatur teile und sie sehr gerne als Talkshowgast sehe.

Auch ist zu erwähnen, dass alles, was ich zu ihr schreibe, auch Interpretation ist und deshalb keine absolute Analyse der Piratenpartei darstellen soll. Außerdem weiß ich nicht, wie sehr Marina Weisband für die Piraten spricht und wie durchdacht ihre Äußerungen sind. Schließlich ist sie keine Berufspolitikerin, die von ihren Beratern in jedes noch so langweilige Thema eingearbeitet wurde.

Der erste Absatz heißt „Informationsfluss“ und wird von den folgenden Sätzen eingeleitet:

„Wir erleben, dass die Gesellschaft sich weltweit verändert. Wir sind mit einander vernetzt und das Hauptkapital ist (im Gegensatz zu Ackerland oder Arbeitskraft) jetzt Wissen und Information. „

Aus liberaler Sicht ist das eine hervorragende Erkenntnis, die sich vom Marx‘schen Arbeitsbegriff deutlich abhebt und den Menschen nicht in Proletarier und Kapitalisten einteilt. Weiter lese ich eine Negation von Subventionen, Förderung von Forschung und Bildung sowie eine Anerkennung der Globalisierung. Als Liberaler sage ich: Bisher passts!

Geschlossen wird der Absatz wie folgt: „Wir wollen einerseits Gesetze, andererseits einen Politikstil, die in die Zeit und zu den Gegebenheiten passen.“

Gesetze lasse ich mal außen vor. Was aber ist unter einem anderen Politikstil zu verstehen? Politik kann unmöglich ablaufen wie eine facebook-Diskussion, Parteitage lassen sich durch liquid-feedback nicht ersetzen und der Treibstoff des politischen Motors ist bürokratisches Klein-klein, zeitaufwändig, kompliziert und nicht virtuell. Andererseits ist Transparenz ein wichtiges Ziel, dem ich unter einigen Bedingungen zustimme. Während ich Assange für einen Verbrecher halte, finde ich die Offenlegung der Einkommen von MdB’s sowie deren Beziehung zu Lobbyisten sinnvoll und richtig. Die politische Klasse und der gesamte Staat stehen weder über den Bürgern, noch außerhalb. Der Staat ist lediglich die Vertretung und Verwaltung des Volkes, verfügt nicht einmal über eigenes Geld und muss ebenfalls in eine Gesellschaft integriert werden.

Ein weiterer Abschnitt mit dem Namen „Gesellschaftliche Teilhabe“ erregt mein liberales Gemüt jedoch sehr.

„Der Freiraum jedes Menschen soll (und das unterscheidet uns von anderen liberalen Parteien) nicht davon abhängen, wie stark oder reich der Mensch ist.“

Dies ist pseudo-liberaler Unsinn. Glücklicher- und natürlicherweise geht Freiheit mit der finanziellen Situation eines Individuums einher. Das sage ich als Student aus einer finanziell durchschnittlich gestellten Familie. Ansonsten wären der Lebensstandard und die damit einhergehende Freiheit eines Individuums identisch und jegliche Anstrengungen, Geld zu verdienen, obsolet.

Die Erweiterung meiner persönlichen Freiheit sowie der meiner Nachfahren ist meine Hauptmotivation, mich anzustrengen, zu studieren und zu arbeiten. Wären keine Verbesserungen meiner Situation in Sicht, könnte ich es lassen.

Ich hoffe, dass Frau Weisband diese Sache noch nicht richtig durchdacht hat und eigentlich etwas anderes meint, wofür sich jede liberale Partei einsetzt. Chancengerechtigkeit und Gleichheit vor dem Gesetz.

Ein Kind aus einer sozial schwachen Familie muss in der Lage sein, Bildung und Wohlstand zu erreichen. Das nennt man gesellschaftliche Transparenz. Zu beachten ist, dass es sich in diesem Punkt ausschließlich um die Armen handelt, denen geholfen werden muss, während der Reiche sich selbst hilft. Die Anpassung muss von unten nach oben stattfinden, keineswegs andersherum. Ein Kind aus einer reichen Familie wird auch in einer sehr fairen, transparenten Gesellschaft den besseren Nachhilfelehrer, den schöneren Schulranzen und einen Sprachurlaub bekommen, und das ist auch gut so. Nach unten muss es Grenzen geben, nicht nach oben.

Auch der nächste Satz liest sich nicht sonderlich erfreulich. „Daher haben wir viele soziale Positionen wie das Recht auf soziale Teilhabe, Mindestlohn bis Bedingungsloses GrundeinkommenIntegrationspolitik, Fahrscheinloser Nahverkehr in Berlin etc.“

Den Unsinn des Mindestlohns lasse ich mal dahingestellt, angesichts der hervorragenden wirtschaftlichen Lage im Vergleich zu anderen europäischen Staaten sowie einer der Gründe der Eurokrise (zu hohe Löhne!) halte ich nicht viel von dessen Einführung.

Meine Frage wäre eher: War es schlichtweg zu kompliziert, sich in das Modell des Liberalen Bürgergeldes einzulesen? Wenn ja, so bitte ich die Links weiter unten zu beachten. Das Bedingungslose Grundeinkommen (EDIT: so, wie linke Parteien es fordern) sollte schon beim Lesen des Wortes „Bedingungslos“ auf den politischen Müllhaufen wandern. Keine finanzielle Leistung sollte bedingungslos unternommen werden. Bedingungen sind die Bedingung für Wohlstand, Freiheit und Wirtschaftswachstum. Ich verstehe nicht, warum irgendjemand mit einem hohen Einkommen ein bedingungsloses Grundeinkommen bekommen sollte und übersehe auch nicht die Gefahr der völligen Demotivation, die ein monatlicher Scheck in Höhe von ca. 1000-1500€ für viele Bürger unseres Landes bedeuten würde.

(EDIT: ein BGE, dass nur etwas höher als Hartz-4 wäre, ist jedoch eine sinnvolle Sache)

Auch halte ich es für verfrüht, sich in eine politische Kategorie einzuordnen („sozialliberal“), wenn man kein wirtschaftliches und außenpolitisches Programm hat. Lasst euch Zeit, entwickelt ein Programm und man wird früh genug erkennen, ob Ihr sozial, liberal oder nichts von beidem seid. So viel Realpolitik muss sein.

„Das Problem ist, dass wir Antworten auf Fragen haben, die noch gar nicht gestellt werden. Fragen, die in 4 oder 5 Jahren auftauchen werden und dann hochaktuell sind. […]Es wird eine Zeit kommen, wo es anderen Parteien, die jetzt auf alles eine Antwort haben, an Antworten mangeln wird. Dann können wir hoffentlich unter die Arme greifen.“

Klasse! Frau Weisband denkt nicht machtpolitisch, sondern konstruktiv. Das vermisse ich nicht nur in den Wahlprogrammen anderer Parteien, sondern auch in den Statements ihrer Politiker, die das Wohl der Partei weit vor dem Wohl des Volkes sehen. Dass die Partei helfen, mitarbeiten, Probleme lösen und Fragen beantworten möchte, ist sehr lobenswert und wird mit Sicherheit helfen, den Begriff „Realpolitik“ aus der Reihe der harten Schimpfworte zu entfernen.

Bürgergeld

http://umsteuern.org/wp-content/uploads/2009/10/PA-B%C3%BCrgergeld+Grundeinkommen.pdf

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=oK-GbahOk_8

Marina Weisbands Blogeintrag

http://www.marinaslied.de/?p=714

Über filipppiatov

Welcome! Check out my new blog www.gdlf.me It's for everyone who's into entrepreneurship, social media and food.
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

15 Antworten zu Die Piraten – Eine liberale Partei?

  1. arprin schreibt:

    Du interessierst dich also für die Partei, weil Marina Weisband dort ist oder aus welchem Grund?

    Naja, wie auch immer: Die Piraten als Nachfolger der FDP ist eine Illusion! Sie sind eine linksgrüne Partei und die Beispiele Kevin Barth und Gerwald Claus-Brunner zeigen auch schon das sich sogenannte „Israelkritiker“ dort gemütlich gemacht haben. „Liberal“ ist in Deutschland wohl so selten, das man schon eine Partei mit dem Namen „Piraten“ als solche bezeichnet.

    Aus dem Programm der Piratenpartei:
    „…Gesellschaftsstrukturen, die sich aus Geschlechterrollenbildern ergeben, werden dem Individuum nicht gerecht und müssen überwunden werden. Die Piratenpartei lehnt die Erfassung des Merkmals „Geschlecht“ durch staatliche Behörden ab. Übergangsweise kann die Erfassung seitens des Staates durch eine von den Individuen selbst vorgenommene Einordnung erfolgen. Der Zwang zum geschlechtseindeutigen Vornamen ist abzuschaffen…“

    Das sagt schon alles.

    Das ist auch noch zu erwähnen:
    http://zettelsraum.blogspot.de/2011/10/zitat-des-tages-die-paranoia-der.html

  2. filipppiatov schreibt:

    Dass ein Mensch wie Marina Weisband einen politischen Posten bekleidet, hat mich sehr gefreut. Sie entspricht überhaupt nicht dem klassischen Poliikerbild, ist also weder Anwältin noch Berufspolitikerin. Außerden halte ich sie – unabhängig von ihrer Politik – für einen hochintelligenten Menschen.

    Über die Piraten als Nachfolger von xy zu sprechen – sie also einem politischen Spektrum zuzuordnen – halte ich für verfrüht. Die Mitgliederzahl der Piraten kann sich noch locker verdrei-, vier, oder fünffachen. Der Kurs wird sich also noch ändern können und müssen.

    Jedoch hat die Partei einige Punkte, die sie von den mMn unwählbaren Parteien – SPD, Grüne, Linke – abgrenzen und Hoffnung auf einen neuen, möglicherweise anderen, politischen Liberalismus geben.

    Außerdem darf man eine neue, politische Bewegung nicht in Grund und Boden reden, sondern muss ihr etwas Zeit lassen. Das kommt mir auch vor wie eine ‚german angst‘ – Angst vor Neuem. In Israel werden häufig Parteien gegründet, das sorgt für eine vitalere Demokratie. Hier mag man die alten, verstaubten Strukturen der ‚bewährten‘ – da existenten – Parteien.

    • Voss schreibt:

      Vielen Dank für die Anregungen im Artikel. Ich stimme bei weitem nicht bei allem mit Ihren Einschätzungen überein, manchmal pro- manchmal contra Piraten.
      Aber gerade was die Person von Frau Weisband angeht, empfinde ich sie als ein Beispiel für den gnandelosen und destruktiven Dilettantismus welcher die Piraten zeichnet. Vorausgeschickt sei, dass m.M.n. die Dame mehr durch Charme und Eloquenz glänzt, als durch Wissen und Können.
      Aber Ihre Rolle als Galionsfigur (soll keine Anspielung auf „Piraten“ sein) in Verbindung mit ihrem Glauben hätte Sie dazu anstiften müssen, entschlossen gegen ehemalige NPDler und diverse, sich öffentlich als solche outende Antisemiten in der Partei vorzugehen. Statt dessen folgte ein halbherziges „tz tz“.
      Auch ihr Ausstieg nach nur wenigen Monaten in der aktiven „großen“ Politik gemahnt mich eher an junge Menschen, die ein soziales Amt übernehmen und es hinwerfen, sobald sie erstmal merken was ihnen jeder sagte: das kann man nicht einfach so nebenbei und „mal eben“ machen.
      Und schließlich die auch von ihr vertretene These des „man muss nicht auf alles eine Lösung oder ein Programm haben“. Was grundsätzliche Fragen und Probleme angeht: DOCH! Politik ist kein Experimentierfeld. Die Spiellaune deutscher Parteien etwa das Bildungssystem zu reformieren statt endlich Bildung zu Bundessache zu machen und bewährte Konzepte neu oder wieder einzuführen hat zu den katastrophalen Zuständen der letzten 10 Jahre geführt und verschlimmert sich mit jedem Jahr weiter. Darunter leiden reale Menschen, bekommen Chancen verbaut, in Integrationsfragen werden existierende, soziale Probleme verschärft. Und das alles mit dem Gusto des „Deutschland sucht die neue Lösung“ oder auch „Wir testen alles“.
      Gesundheitswesen: ein Experiment nach dem anderen. Derzeit haut man die mittelständischen Kenner der Pharmazie mit etlichen direkten und indirekten Abgaben sowie einem Zwang sich als marktwirtschaftlicher Einzelhändler zu benehmen aber Auflagen und Konditionen wie sie eher für die SU oder DDR typisch waren (Zwangsrabatte, abgeschaffte freie Herstellerwahl der Kunden etc.)
      Und das waren nur ein paar Beispiele, wie es unsere etablierten halten. Eine Partei die da rangeht mit einem beängstigenden „laissez faire“ …
      Das wäre in etwa so, als würden nach den letzten Problemen die Kapitäne von Kreuzfahrtschiffen von den Gästen aus den Gästen gewählt. Würde ich bei dieser Situation an einem Hafen wohnen, ich würde dringend ins Landesinnere ziehen. Aber was tun bei einer Partei…

  3. shaze86 schreibt:

    Momentan bekommt die Partei 90% ihrer Stimmen aus Protest, deswegen sehe ich eine langfristige Aussicht für die Partei eher düster.
    Die Partei kann man schlecht in eine politische Richtung einordnen, da sie selbst ist eine Ansammlung von Stimmungen ist:
    – online Tauschbörsen & kostenlose Kinofilme kucken (Gegen Urhberrecht)
    – Staatskritisch (transparenz)
    – esoterische Anwandlungen ( Informationsfluß & Geschlechterrollenkritik)
    – radikale Sozialpolitik (bGe, Mindestlohn, etc.)
    – Studentenlobby

    Ich würde sie eher in die linke Ecke stellen. Sozusagen die neuen Grünen.

  4. tim schreibt:

    B. Grundeinkommen würde 2 Sachen zur Folge haben:
    1 Es würden noch mehr auf der Faulen Haut liegen.
    2 Da jeder mehr Geld hat würden die Preise steigen und jeder der Arbeiten geht würde noch mehr Konsumieren(heisst mehr Müll/Umweltverschmutzung)

    ps:Es würde natürlich auch noch mehr Menschen nach Deutschland Einwandern-was wiederrum mehr Umweltverschmutzung zu Folge hätte da die meisten in ihren Heimatländern 10 mal weniger Öl,Gas etc. verbrauchen.

  5. fortune2475 schreibt:

    Überboten wird die Stümperhaftigkeit des Artikels nur noch durch die des obestehenden Kommentars von „tim“. Besser ist tatsächlich, die Leute blieben in ihren armen Ländern, und bitte nicht so viele Autos kaufen, damit wir hier noch länger fahren können. Klasse.

    @ Filipp: entgegen landläufiger Meinung entsteht politisches Gespür, gesellschaftliches Wissen und analytisches Geschick nicht beim „Genuss“ von Talkshows, erst recht nicht solcher unter Beteiligung von Frau Weißband. Das weiß sie, denk ich mal; hast Du es es auch schon gemerkt? Wenn Frau Weißband sich der Attüde der Sonderbarkeit noch entledigen würde, könnte man sogar ohne Fremdschämen zuschauen. Denn das ist auch die einzige Gemeinsamkeit der Piraten mit der „etablierten“ liberalen Partei in Deutschland – der Fremdschämfaktor.

    • American Viewer schreibt:

      Ich glaube das ist typisch deutsch: Fremdschämen. Warum sollte ich mich für jemanden anderen schämen? Und dann auch noch für jemand, den man offensichtlich überhaupt nicht mag? Müsste man sich da nicht eher freuen, wenn sich derjenige blamiert? Gibt es auch deutsche Politiker oder Parteien für die Sie sich nicht schämen?

  6. Alan Turing schreibt:

    Die Piraten vertreten den links-grün-alternativen Schmonzes, den uns tagtäglich SZ, FR und taz liefern. Alter Wein in neuen Schläuchen sozusagen. Es ist alles schonmal dagewesen, auch das mit dem Urheberrecht.

  7. American Viewer schreibt:

    Dies ist pseudo-liberaler Unsinn. Glücklicher- und natürlicherweise geht Freiheit mit der finanziellen Situation eines Individuums einher. Das sage ich als Student aus einer finanziell durchschnittlich gestellten Familie. Ansonsten wären der Lebensstandard und die damit einhergehende Freiheit eines Individuums identisch und jegliche Anstrengungen, Geld zu verdienen, obsolet.

    Die Anpassung muss von unten nach oben stattfinden, keineswegs andersherum. Ein Kind aus einer reichen Familie wird auch in einer sehr fairen, transparenten Gesellschaft den besseren Nachhilfelehrer, den schöneren Schulranzen und einen Sprachurlaub bekommen, und das ist auch gut so. Nach unten muss es Grenzen geben, nicht nach oben.

    Klare Sätze, die man so in Deutschland selten bis gar nie hört. Sie könnten in die Politik gehen oder Journalist werden. Ihre Ansichten sind für deutsche Verhältnisse etwas wirklich Neues. Im Gegensatz zum kalten Kaffee der Piraten.

  8. rabe schreibt:

    Schon vergessen?
    Am 25. Januar 2012 gab Weisband ihren Rückzug aus der Parteispitze bekannt. Als Grund nannte sie gesundheitliche Probleme und den Wunsch ihre Diplomarbeit in Psychologie zu schreiben; dies sei aufgrund der Umstellung auf das Bachelor/Master-System nur noch bis 2013 möglich.[17][18] Sie will sich weiterhin innerhalb der Partei engagieren.

    Nach ihrem Verzicht auf eine zweite Amtszeit teilte sie mit, dass sie während ihrer Amtszeit antisemitischen Beleidigungen ausgesetzt war.[19] In einem Interview erklärte sie, dies sei aber nicht ein Grund für ihren Rückzug. Als einen der Gründe nannte sie den unerwartet großen Erfolg ihrer Partei, sie sei ihm nicht gewachsen und brauche deshalb eine Pause. Außerdem sei es vereinbart gewesen, dass sie nur eine Legislaturperiode mache.[20]
    http://de.wikipedia.org/wiki/Marina_Weisband

  9. Hans Mohrmann schreibt:

    Der Name ist Programm. Mutterpartei ist die schwedische Piratenpartei, die in ihrem Namen wiederum Bezug nimmt auf die schwedische „Pirate Bay“. Betreiber der Seite wurden von schwedischen Gerichten verurteilt wegen Verstoßes gegen das Urheberrecht. Wer die „bürgerliche Eigentumsordnung“, zu der auch das Urheberrecht gehört, ablehnt, kann nicht „liberal“ sein, sondern allenfalls anarchosozialisitisch. Von Namen und Geschichte her also nichts anderes als ein Bastard des Anarchosyndikalismus der 60er Jahre.

  10. Yann schreibt:

    „Dies ist pseudo-liberaler Unsinn. Glücklicher- und natürlicherweise geht Freiheit mit der finanziellen Situation eines Individuums einher.“
    In Anlehnung an Ihre Wortwahl, würde ich denn folgenden Absatz als Unsinn bezeichnen! Freiheit bedeutet nicht, sich kaufen zu können was man will oder die Freiheit zu haben arbeiten zu gehen oder nicht. Wer Freiheit so verengt hat/bekommt ganz andere Probleme! Freiheit bedeutet vielmehr, dass (zum Beispiel) die Möglichkeit zu studieren nicht davon abhängt, ob die Eltern gut-/besserverdienend oder zumindest „finanziell durchchnittlich“ gestellt sind. Wennn man das lieber als Chancengerechtigkeit bezeichnet, meinetwegen. Aber sich nur am Begriff aufzuhängen zielt doch etwas zu kurz!
    „Erweiterung meiner persönlichen Freiheit sowie der meiner Nachfahren ist meine Hauptmotivation, mich anzustrengen, zu studieren und zu arbeiten“. Für eine Person reicht das aus, als politische Partei aber nicht mehr, da muss es um die Freiheit der Gesellschaft als ganzes gehen!
    Zusammenfassend glaube ich deshalb, dass der Freiheitsbegriff von Frau Weisband deutlich durchdachter ist als deiner.

    „Den Unsinn des Mindestlohns lasse ich mal dahingestellt“
    Sehr schade! Es wäre interessant zu erfahren, warum ein Mindestlohn in Deutschland Unsinn ist, während er in etlichen anderen europäischen Ländern und den USA (die sozialistischer Umtriebe eher unverdächtig sind) gut funktioniert.

    Ich bin auch gegen das bedingungslose Grundeinkommen, wie Sie man allerdings auf die Zahlen 1000-1500 € kommen ist mir schleierhaft. Unter http://wiki.piratenpartei.de/Bedingungsloses_Grundeinkommen finden sich deutlich niedrigere Zahlen!

  11. No-name schreibt:

    „Ein Kind aus einer reichen Familie wird auch in einer sehr fairen, transparenten Gesellschaft den besseren Nachhilfelehrer, den schöneren Schulranzen und einen Sprachurlaub bekommen, – UND DAS IST AUCH GUT SO.“
    „GLÜCKLICHER- und natürlicherweise geht Freiheit mit der finanziellen Situation eines Individuums einher.

    Zwei sehr verräterische Sätze, die bereits alles über ihren Autor aussagen. Es geht nicht darum, daß es leider notwendig ist, daß Ungerechtigkeit herrscht, sondern diese ist gut so. Hier geht es in Wirklichkeit nur um die Rechtfertigung eben jener Ungerechtigkeit – unabhängig davon, wo sich der Autor gesellschaftlich selbst verortet.

  12. No-name schreibt:

    „sowie einer der Gründe der Eurokrise (zu hohe Löhne!)“

    Mein Gott, was haben Sie denn da bloß für Wirtschaftsprofessoren, die Ihnen – immer noch und unverbesserlich – einen solchen Unfug beibringen? Wenn überhaupt, dann waren ZU NIEDRIGE Löhne in Deutschland ursächlich für die Eurokrise, und damit eine zu hohe Wettbewerbsfähigkeit Deutschland, in deren Folge die Leistungsbilanzungleichgewichte erst entstehen konnten. (Zu hohe Löhne in den Defizitländern vielleicht ja, aber die haben den Mindestlohn bereits, und um die geht es hier ja nicht)

  13. berni schreibt:

    also zuerst einmal,ja die …realativ…gute wirtschaftslage gegenüber anderen staaten gründet sich auf wirtschaftlichen strukturen die andere nicht haben oder zuwenig.
    billiglöhnerei in deutschland ist aber keine lösung sondern verschiebt krisen und konkurenzfähigkeit nur in unterste lohnemfaengerbereiche.
    kurz krisen und wirtschaftliche konkurenzfähigkeit sollen nur die kleinen ausbaden.die grossverdiener sind kaum betroffen oder mit grossem vermögen haben wenig oder gar keine einbusen.sie bringen ihr geld in sicherheit.in deutschland ist das leicht möglich,da kein ausfuhrstopp für gelder besteht …in dem sinne.wie etwa china.china nimmt nur geld ein,ausfuhr dchwer möglich.das ist wirtschaftspolitik.china investiert gezielt,nicht wild,nach dem deutschen motto der selbstregulierung.jetzt erst findet bankenregulierung statt aber nicht weitgehend genug,der eigentliche anlass wird ausgeklammert.
    zur vollbeschäftigung….ein deutsches märchen der neuzeit,wird angeblich angestrebt um zu bemänteln…wir sind dabei….wurde aber nie erreicht und ist schlicht nicht möglich in dieser gesellschaft.nachkriegsgeschichte gilt nicht.arbeitslosigkeit ist ein abfallprodukt dieser gesellschaft.die lügner bemänteln gern und reden von marktwirtschaft.
    die lassen menschen unter den tisch fallen und beschimpfen diese auch noch.
    selbst geht es solchen leuten blendend auf kosten anderer.und damit das so bleibt wählen sie die bonzen,die csu cdu leute und diese vaterlandsveräter der fdp.aber sie irren sich.es kommt anders…..

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s