Wissen sie denn nicht, was sie tun?

Ein wichtiger Begriff aus den 30er Jahren heißt Appeasement, Beschwichtigung. Als der Führer sich die Freiheit heraus nahm, internationale Verträge und Vereinbarungen zu brechen, Deutschland aufzurüsten und dies und jenes zu annektieren, blieben Briten und Amerikaner still. Man hoffte, Hitler würde sich von alleine beruhigen, man müsse ihn nur lassen. Einige Jahre später wurde aus Appeasement Dresden ’45.

Man rächte sich, gab dem Feind das zurück, was man bekommen hatte und zerstörte ihn vollkommen. Man wurde angegriffen und fühlte sich von allem befreit, als man endlich zurückschlagen konnte.

Neulich sah ich ein Video im Internet. Eine Demonstration von gläubigen Moslems, man wird sie wohl Radikale nennen dürfen, Fundamentalisten. Sie liefen, traditionell gekleidet und nach Geschlechtern getrennt, durch eine Stadt nördlich von London. Sie demonstrierten nicht ohne Grund, sie hatten etwas zu sagen. „UK go to hell“ und „British police burn in hell“.

 

Migranten marschieren durch eine Stadt und schicken Staat und Polizei zum Teufel. Wissen sie denn nicht, was sie tun?

Eines wissen sie und verstecken es nicht. Sie sind viele, selbstbewusst, überzeugt und bereit, es jedem zu zeigen und ihren Weg zu gehen. Zugegeben, ihr Weg ist nicht der Schwerste. In westlichen, toleranten Ländern haben es Minderheiten glücklicherweise nicht allzu schwer. Toleranz sowie hohe moralische Ansprüche haben jedoch den akzeptablen Nachteil, dass auch extremistische Minderheiten die Suppe salzen dürfen.

Sie haben es einfach, extrem zu sein. Sie erfahren keinen Widerstand oder nichts, was in ihren Augen wirklicher Widerstand wäre. Dabei sind es nicht die Muslime, Betonung auf ‚die‘. Es geht auch nicht um quantitative Überfremdung. Sogar in Großbritannien und Frankreich ist die Bevölkerung nur zu knapp 8,5% muslimisch. Es spielt aber keine Rolle. Es könnten auch 12% sein oder 4%.

Zu weit gehen Menschen, die sich aktiv nicht integrieren, staatsfeindliche Parolen brüllen, gegen ihre neue Heimat hetzen und aggressiv missionieren.  In Deutschland erlebt das Volk gerade eine Vorform der aggressiven Mission. 25.000.000 Korane sollen öffentlichkeitswirksam verteilt werden. In England wird der Staat öffentlich zum Teufel geschickt, die Polizei soll in der Hölle brennen, Ungläubige sollen ihre Finger von den Frauen lassen.

Wissen sie denn nicht, was sie tun?

Ein jedes Fass hat bekanntlich Grenzen. Dabei ist es weniger wichtig zu wissen, wo die Grenze ist, als dass es eine gibt. Werden auf Toleranz und Multikulti gepolte Politiker und Journalisten weiterhin die öffentliche Meinung bestimmen? Werden Bürger mit niedrigeren Toleranzgrenzen auf die Straße gehen? Werden Einzelne es schaffen, den Hass von Vielen zu schüren? Dorfstammtische sind gut besucht; Angst, Sorge und Wut sind spürbar.

Ich will gesellschaftlichen Frieden; meine Familie musste am eigenen Leib erfahren, was Unfriede ist.

Doch wenn diese Extremisten keine Grenzen erkennen, werden sie dazu gezwungen. Es wird unschön, unangenehm und unfriedlich. Und keineswegs wird eine gewaltsame Reaktion auf Radikalismus die Richtige sein. Aber was weiß die Masse von richtig und falsch?

Werden muslimische Geschäfte geplündert, Bücher verbrannt, Menschen geächtet? Wird es Gewalttaten geben und wird der Staat es verhindern können?

Bei allem, was die Radikalen tun, müssen sie im Klaren darüber sein, dass sie es nicht nur mit Integrationsbeauftragten zu tun haben.

Denn sie wissen um ihren eigenen Radikalismus, verstehen jedoch nicht, dass auch die vermeintlich schwache, friedliche Seite ihre Radikalen hat. Sie sehen sich im Krieg gegen sogenannte Islamkritiker und Humanisten. Aber es werden doch nicht Henryk Broder, Necla Kelek und Wolfgang Bosbach sein, die Gewalttaten verüben und Fremdenhass ausleben werden. Es werden Fußballtrainer und Bankberater sein, Otto-Normalbürger, die das Fass am Überlaufen sehen. Keine Journalisten und Politiker, keine Meinungs- und Stimmungsmacher. Es wird die stille Masse sein.

Jede Aktion fordert eine Reaktion und jedes Einknicken wird vorbei sein. Leider handeln Menschen nicht rational. Meistens handeln Irrationale. Wenn Islamisten sich nicht besinnen, wird die einheimische Bevölkerung sich wehren; und nicht nur gegen die Islamisten. Ich befürchte, dass es – wie immer- auch und vor allem die friedliche Majorität treffen wird.

Ein Blick in die jüdische Geschichte sollte die Augen öffnen (aber wem?). Die Juden bekamen eine Ohrfeige nach der anderen, ohne missioniert und demonstriert zu haben. Dass man einstecken wird, wenn man beides und viel mehr tut, sollte offensichtlich sein.

Ich will keine Pogrome sehen, keine gewaltsamen Übergriffe, keine fremdenfeindlichen Demonstrationen und keine Hetzer. Ich will keine staatliche Ausländerfeindlichkeit als Reaktion auf Extremismus, keine Aufmärsche von Rechten in muslimischen Wohngebieten und keine gesellschaftliche Debatte, die mit Steinen, Schlagstöcken und Molotow-Cocktails geführt wird.

Ich bin besorgt, weil Fanatiker den falschen Weg gehen und andere darunter leiden werden.

Über filipppiatov

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4 Antworten zu Wissen sie denn nicht, was sie tun?

  1. arprin schreibt:

    Die Rechtsextremen sind momentan noch ungefährlich, aber sie radikalisieren sich. Es könnten harte Zeiten bevorstehen. Gut zu sehen, dass du diese Gefahr erkennst und nicht nur die eine Seite kritisierst.

    Was die Hetzer schreiben
    Michael Mannheimer:
    „Vertreibt das herrschende Establishment aus seinen Ämtern und Schreibstuben und stellt die Verantwortlichen vor ein Gericht! Wie 1933 hat dieses Establishment schon wieder versagt! Organisiert Euch! Erhebt euch von euren Sofas! Geht auf die Straßen! Greift zu den Waffen, wenn es keine anderen Mittel gibt! Für uns, für unsere Kinder, für unsere Geschichte! Es lebe die Freiheit!“
    Udo Ulfkotte:
    „Die Staatsbankrotte rollen überall in der EU auf uns zu. Und wir haben für alle einen finanziellen Rettungsschirm, nur für uns selbst nicht. Am Ende zahlen wir. Und darauf freue ich mich. Denn dann können Sie von Renten bis zu Sozialhilfe alles nur noch extrem zurückschrauben. Und dann ist eben auch kein Geld mehr für Millionen von Hartz-IV lebende Moslems dar, die überall alimentiert werden wollen.“

  2. aron2201sperber schreibt:

    Statt Vetreter der Mitte – wie den Sozialdemokraten Sarrazin, den Konservativen Sarkozy oder den Liberalen Wilders – ständig in die rechtsextreme Ecke zu stellen, sollte man lieber froh sein, dass in jenen Ländern im Gegensatz zu Österreich keine (in weiten Teilen) tatsächlich rechtsextreme Partei zu einem wesentlichen politischen Machtfaktor geworden ist.

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2012/03/30/der-linke-hass-gegen-die-mitte/

  3. filipppiatov schreibt:

    Ich sorge mich nicht allzu sehr um die Rechte, sondern um den Normalbürger, der Szenen wie im Video nicht mehr aushält.

  4. Martin schreibt:

    Yep. Die Befürchtung dürfte begründet sein.
    Meine eigener Hintergrund ist Folgende: Ich bin inzwischen ein recht normaler, in der IT berufstätiger, 47 Jahre alter Familienvater (eine Tochter, 5 Jahre) .
    Früher ausgeprägt links-anarchistisch, Punk, lange in der Szene aktiv, Konzerne veranstaltet etc. bis etwa 1997-98.
    Immer noch ausgeprägt antifaschistisch eingestellt, inzwischen aber auch fast genauso anti-links und extrem angenervt von dem extremen „linken“ Konformismus, der Feigheit und dem ewiggleichen sozial-, verschwörungs- und paliphilen Mumpitz.

    Eigentlich bin ich also ziemlich normal, deutlich eher humanistisch-rational eingestellt – und ich erwische mich seit ein paar Jahren immer öfter bei dem Gedanken, das es so richtig prima wäre, mal richtig, mit größter Brutalität auf Gestalten, wie in dem Video einzuschlagen und ihnen die dummen, widerlichen Visagen einzuschlagen. Diese Gestalten und ihre Apologeten gleich mit einfach aus dem Land zu treten, zu prügeln und zu jagen.
    Genauso, wie das Verlangen, dem nächsten Apologeten oder „der Westen hat aber“ -Anklager“ einfach eine zu klatschen, statt zu diskutieren.

    Dieses Gefühl, das das Faß knapp vor dem Überlaufen ist, erschreckt mich selbst. Hätte nicht gedacht, das ich soviel Haß und Wut auf eine Menschengruppe aufstauen kann. Allerdings mag ich mir auch nicht mehr einreden, diese Wut und dieser Haß seien völlig unbegründet, ungerechtfertigt und unverdient. So einfach ist es dann halt ja nämlich auch nicht.

    Langer Rede kurzer Sinn: Die Sorge, das der Normalbürger das nicht mehr lange aushält. dürfte begründet sein. m.E. hat ein nicht grade kleiner Teil von der Dummdreistigkeit, der Agressivität und durch keinerlei Leistung gestützten großen Schnauze dieser islamischen Minderheitsgrüppchen völlig die Schnauze voll.

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